Das allergrößte Geschenk von allen
Und plötzlich merke ich, dass ich ein noch größeres Geschenk zu vergeben habe
Newsletter Nummer 33, 20. Dezember 2024
Ich liebe es zu schenken! Es macht mir unglaublich viel Freude, mir für meine Familie und meine Freunde etwas auszudenken, von dem ich hoffe, dass es auch ihnen Freude machen wird. Ich verbringe sehr viel Zeit damit zu überlegen, was das für jede und jeden einzelnen sein könnte. In dieser Weise kann ich kreativ sein und meine Zeit diesen Menschen widmen.
Wenn ich mit all diesen Ideen und allen Alltagsfreuden und -sorgen in meine tägliche stille Zeit gehe, brauche ich erst einmal einige Minuten um anzukommen und ruhig zu werden.
Und plötzlich merke ich, dass ich ein noch größeres Geschenk zu vergeben habe …
… als all meine wunderbar ausgedachten und kreativen materiellen Dinge. Dass ich intensiv an alle meine Lieben und mir Anvertrauten denken und ihnen Gutes wünschen kann. Ich bringe sie in Gedanken vor Gott und bitte ihn für jede und jeden einzelnen. Je länger ich so in der Stille bin, desto mehr Menschen fallen mir ein, für die ich danken und bitten kann. Der Kreis weitet sich über mein engeres Umfeld hinaus, auf Menschen, von denen ich weiß, dass sie es schwer haben und gute Wünsche dringend brauchen können. Und dann denke ich an die, die ich gar nicht kenne, die auch jetzt zu Weihnachten im Krieg leben müssen oder in anderer Weise in Not sind. Immer mehr Menschen kommen mir in den Sinn.
Ich merke, dass anderen ‚Stille zu schenken‘, wertvoller ist als jedes andere Geschenk.
Und je länger ich in der Stille bleibe, desto dankbarer werde ich für Weihnachten. Für das allergrößte Geschenk, das mir, das uns allen geschenkt ist. Vor rund 2030 Jahren hat eine junge Frau in einem finsteren Stall in Bethlehem ein Kind geboren. In einer Region, in der jetzt gerade einer der schwelendsten kriegerischen Konflikte unserer Zeit herrscht. Nach so langer Zeit feiern wir dieses etwas bizarr anmutende Ereignis jedes Jahr rund um den Erdball.
Für so viele Menschen hat Weihnachten Bedeutung, so viele ‚schenken Stille‘, egal ob gläubig oder nicht, egal welcher Religion oder Weltanschauung. Christen glauben, dass dieses neugeborene Baby, das wir zu Weihnachten feiern, Gott selbst ist, der Mensch geworden ist. Der in seiner Sehnsucht nach unbedingter Nähe zu uns Menschen einer von uns geworden ist und uns unendliche Liebe und ewige Heimat schenken will. Der zu uns kommt, damit wir ihn in unserem Leben immer an unserer Seite wissen und in ihm nicht nur unseren allmächtigen Schöpfer haben, sondern auch einen Vater, einen Freund, einen Bruder. Es passiert in der Stille einer Nacht in der kleinen Stadt Bethlehem. Es passiert in der Stille unseres Herzens. Gott kommt!
Wir wünschen Ihnen von Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest und viel Freude mit den Geschenken, die Sie geben und empfangen – ganz besonders mit dem allergrößten Geschenk von allen!
Maja Schanovsky mit dem ‚Stille schenken‘-Team
